Die Evangelische Kirchengemeinde Blockdiek entstand 1966 zugleich mit dem Stadtteil. Die Arbeit begann damals in einer kleinen Notkirche, einer Holzbaracke und einem angemieteten Haus.

Die Pastoren der ersten Stunde waren der spätere Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche, Wolf-Udo Smidt, und Hermann Memming. Daraus entwickelte sich eine Gemeindearbeit, die besonders auf die Bedürfnisse der jungen Familien einzugehen versuchte.

Die Gemeinde hat sich immer für den Stadtteil mitverantwortlich gewusst und zu den Blockdieker Institutionen und Organisationen engen Kontakt gehalten. Neben der besonderen Aufmerksamkeit für den Gottesdienst in Musik und Predigt, neben Unterricht, Seelsorge, Diakonie und gezielten Gesprächsangeboten über "Gott und die Welt" hat die Gemeinde sich der Arbeit mit Kindern gewidmet. Das führte auch zur Gründung des - später integrativen - Kindergartens.

Das Engagement in friedens- und entwicklungspolitischen Fragen und später die Beschäftigung mit dem Umweltschutz waren für die Gemeinde selbstverständlich und für andere oft wegweisend. So war das Kirchengelände unter ökologischen Gesichtspunkten gestaltet und auf dem Kirchentag in München vorgestellt worden.

Die musikalische Arbeit mit Früherziehung, Chören, Konzerten und Orgelspiel ist bis heute ebenso Schwerpunkt.

Am 1. Advent 1971 wurde das neue Gemeindezentrum mit Kirche eingeweiht.

Einen schweren Schock löste 1997 der Brand im Kindergarten und im Gemeindehaus aus.

Durch den Zuzug vieler Russlanddeutscher hatte sich das Bild der Gemeinde und auch ihrer Gottesdienste gewandelt. Auch durch den Bau des Pflegeheimes und das "Betreute Wohnen" auf dem Ellener Hof wurde die Gemeindearbeit neu gewichtet und die Arbeit mit älteren Menschen spielt eine größere Rolle.

Wichtig bleibt uns, für die Menschen im Stadtteil da zu sein und in Wort und Tat die Botschaft von der Menschenliebe Gottes glaubhaft zu machen.

K. Dohm (gekürzt)